Liebe ist doch nur eine chemische Formel?

6. Februar 2010

Es gibt Menschen, die würden “Liebe” als ein Ergebnis verschiedener chemischer Zusammenhänge beschreiben. So habe ich ein wenig “geforscht” und mehrere Artikel und Foren-Diskussionen gefunden:

auf WER WEISS WAS fragt cһrіѕtіn bergler,
sie habe als Teenager aus einer Fernsehsendung eine Formel abgeschrieben, wovon sie behaupteten, daß das die chemische Grundlage dessen sei, was wir “Liebe” nennen. Doch kann man das wirklich in eine Formel “packen”, hormonelle Abläufe ausgenommen?

MrStupid antwortet darauf:
Gerade die hormonellen Abläufe sind es, die man in Formeln packen kann. Die Liebe ist zwar ein ziemlich komplexes soziales Phänomen aber sie wird im Wesentlichen durch das Hormon Oxytocin gesteuert und das läßt sich in der Tat als chemische Formel darstellen.

Sind wir also nur “Oxytocin-gesteuerte-Puppen”, die fremdgesteuert und zugedröhnt durch die Landschaft watscheln?

die Formel für Oxytocin ist laut Wikipedia:

Sieht jetzt natürlich sehr unromantisch aus. Mit Blumen oder weicher Musik hat das rein gar nichts zu tun.

Oxytocin hat eine wichtige Bedeutung beim Geburtsprozess. Gleichzeitig beeinflusst es nicht nur das Verhalten zwischen Mutter und Kind sowie zwischen Geschlechtspartnern, sondern auch ganz allgemein soziale Interaktionen. [...] Tatsächlich ist die Signifikanz von Oxytocin für Fühlen und Handeln in zahlreichen Studien bestätigt, allerdings ist zu beachten, dass psychische Zustände wie zum Beispiel „Liebe“ keinen einheitlichen biologischen Phänomenen entsprechen. Zudem ist unbestritten, dass Verhaltensweisen wie Treue oder Kuscheln multikausal verursacht werden und Oxytocin nur als ein biologischer Faktor in einem komplexen Kausalprozess zu betrachten ist, zu dem neben diversen sozialen Einflussfaktoren auch zahlreiche andere körpereigene chemische Wirkstoffe gehören.
Oxytocin ist auch Gegenstand der Forschung in der Psychologie bei der Erforschung von Sozialphobien und verwandten Störungsbildern. Neuesten Ergebnissen zufolge könnte das Hormon auch gegen Schizophrenie und Autismus wirken und bei Patienten für mehr Vertrauen sorgen. (mehr dazu auf Wikipedia)

Auch die Macher einer Ausstellung in Berlin haben sich 2006 diese Frage gestellt und darauf verschiedene Antworten gefunden.
Körpereigene Drogen sorgen also für Euphorie, mobilisieren Energie, und lösen tiefes Wohlbefinden aus (laut MDR, ECHT! | Sendung vom 06.06.2006)
Aber jeder kennt auch das Gefühl, jemanden aus unbestimmten Gründen einfach nicht “riechen” zu können. Und das macht dann wohl das Pheromon:

Der Mensch benutzt geruchliche Signalstoffe, die mit dem Immunsystem zusammenarbeiten, um sich Partner zu suchen, die ihm nicht nah verwandt sind (assortative Paarung). Frauen ziehen wie Fische und Mäuse Partner mit einem Haupthistokompatibilitätskomplex (MHC) vor, der sich von ihrem eignen möglichst stark unterscheidet, wodurch ihre Kinder generell ein stärkeres Immunsystem bekommen. (mehr dazu auf Wikipedia)

An was die Natur alles denkt… unglaublich! Wir bekommen davon dann einfach nur mit, daß wir in jemanden verliebt sind und andere Menschen finden wir dann aus manchmal unbestimmten Gründen unsympathisch, obwohl sie bei anderen sehr beliebt sind und “gut” ankommen.

Es steckt also mehr dahinter. Hinter diesem Gefühl, mit jemandem sehr sehr viel Zeit verbringen zu wollen und nicht aufhören zu können denjenigen zu küssen und berühren wollen.
Aber ich denke mal, so genau will ich das gar nicht wissen, denn dann wäre die Liebe nichts Magisches mehr und ein bißchen Magie möchte ich mir dann doch noch bewahren.
In diesem Sinne wünsche ich euch ein wunderschönes Wochenende mit vielen neuen Bekanntschaften!
Eure Nina

Liebeszauber und Zaubertrank

5. Februar 2010


Ein Sommernachtstraum

französisches Filmplakat von “Ein Sommernachtstraum” 1935

Im “Sommernachtstraum” von Shakespeare ist die Liebe ständig anwesend. Helena liebt Demetrius und er liebt sie. Hermia liebt Lysander und auch er liebt Hermia. Doch dann verliebt sich Demetrius ganz plötzlich in Hermia und Helena versteht die Welt nicht mehr. Alles Zauberei? Nein – das ist die Liebe. Später dann, als Hermia und Lysander in den Wald gehen, weil Hermias Vater will, daß sie Demetrius heiratet, und Demetrius dem Paar folgt und Helena Demetrius folgt, da sie so unsterblich in ihn verliebt ist, verlieben sich plötzlich beide Herren in Helena, doch sie traut diesen ganzen Versprechungen schon längst nicht mehr und hält diese Umwerbungen für ein diabolisches Spiel ihrer ehemals besten Freundin Hermia. Im Stück löst Shakespeare das ganze dann mit Puck, dem Kobold, auf. Dieser verzauberte die vier Freunde. Doch Puck ist eigentlich nichts anderes als die personifizierte Liebe. Er spielt mit den Gefühlen der Menschenkinder und würfelt die Freunde so wild durcheinander, daß sie selbst nicht mehr wissen, wer sie eigentlich sind und was sie wollen.
Das ganze ist so normal und existiert wohl schon seit Menschengedenken… Liebe kommt und geht. Jedes zweite Lied handelt davon…

Man könnte auch sagen, daß die vier Jugendlichen Drogen genommen haben und daraufhin so verwirrt im Wald umherirrten… Aber auch dann finde ich angebracht, die Liebe als Mittelpunkt des Stücks zu nehmen.
Niemand kann sagen, wieso man sich in jemanden bestimmten verliebt und in einen anderen nicht, obwohl vielleicht alle Freunde sagen, “der ist doch toll, der ist doch viel besser für dich, warum nimmst du denn den anderen???”.
Die Liebe kann ja auch eine Droge sein oder uns unter Drogen setzen. Rosarote Brille und so…
Sie ist einfach Magie! Schwer zu kontrollieren und egal wie alt man ist, immer wieder neu und unfaßbar!
Wow – Liebe ist eine Droge…
Eure Nina

Über die Liebe

5. Februar 2010

Max Frisch hat 1946 einen sehr schönen Text dazu geschrieben:

Du sollst dir kein Bildnis machen

Es ist bemerkenswert, dass wir gerade von dem Menschen, den wir lieben am mindesten aussagen können, wie er sei. Wir lieben ihn einfach. Eben darin besteht ja die Liebe, das Wunderbare an der Liebe, dass sie uns in der Schwebe des Lebendigen hält, in der Bereitschaft, einem Menschen zu folgen in allen seinen möglichen Entfaltungen. Wir wissen, dass jeder Mensch, wenn man ihn liebt, sich wie verwandelt fühlt, wie entfaltet, und dass aus dem Liebenden sich alles entfaltet, das Nächste, das lange Bekannte. Vieles sieht er wie zum ersten Male. Die Liebe befreit es aus jeglichem Bildnis. Das ist das Erregende, das Abenteuerliche, das eigentlich Spannende, dass
wir mit den Menschen, die wir lieben, nicht fertig werden: weil wir sie lieben, solange wir sie lieben. Man höre bloß die Dichter, wenn sie lieben, sie tappen nach Vergleichen, als wären sie betrunken, sie greifen nach allen Dingen im All, nach Blumen und Tieren, nach Wolken, nach Sternen und Meeren. Warum?
So wie das All, wie Gottes unerschöpfliche Geräumigkeit, schrankenlos, alles Mögliche voll, aller Geheimnisse voll, unfassbar ist der Mensch, den man liebt. Nur die Liebe erträgt ihn so [...] Max Frisch: Tagebuch 1946 – 1949

Dieser Text ist mir vor 2 Jahren in die Hände geraten. Heute lese ich ihn wieder anders, weil sich die Lebenssituation ständig ändert… in 4 Jahren werde ich ihn wieder anders lesen.
Ich mag den Text sehr, da er die Liebe diskutiert und sich nicht nur auf eine Position stellt. Die Liebe sieht mit dem Herzen, da gibt es keinen Zweifel. Man kann es nicht sagen, wieso man jemanden liebt, man weiß es ganz einfach.
Dieser geliebte Mensch ist, ob er will oder nicht, für den Liebenden etwas Besonderes und kann für manche Menschen noch so viel Dummes machen, er wird den Liebenden nicht davon abbringen, ihn zu lieben.
Das ist eben die Liebe…

Was ist eigentlich Liebe? Und wann weiß man, ob es Liebe ist?

3. Februar 2010

Liebe – als Kind hat es jeder oft gesagt. Später wurde mir von Freundinnen erzählt, daß man “verknallt” sagt, wenn man noch nicht mit einem Jungen zusammen ist. Jungs haben mir anvertraut, daß sie es einmal schon gesagt haben, aber wohl so schnell nicht wieder verwenden werden, da “LIEBE” ein so geheiligtes Wort darstelle, daß man es nur für eine “ganz, ganz, besondere, außergewöhnliche Frau” verwenden darf. Und wenn man es zu inflationär verwende, verliere es an Bedeutung, denn es sei DAS EINE Wort für DIE EINE FRAU…
Ich weiß nicht, wann es Liebe ist – das muß jeder für sich selbst herausfinden. Aber soviel kann ich sagen, sobald man darüber nachdenkt, ob er oder sie der/die Richtige ist, dann ist er/sie es nicht…
Leider wahr.
Man sagt ja immer, die “Liebe” kann man nicht sehen, nur die Dinge, die um sie herum sind? Ich weiß jetzt nicht, wie ich das besser formulieren kann. Aber ihr wißt, was ich meine.
Ja, die Liebe, kommt und geht und vielleicht verweilt sie bisweilen, aber niemals für immer.
Diese komische Liebe. Warum ist sie mal wieder eine “Sie”? Weil sie zu den weiblichen, für Männer unnützlichen Dingen gezählt wird? Ich weiß es nicht…
Wer mir mehr über die Liebe berichten kann, der darf das gerne im Kommentar dazu tun! Bitte!
In nächster Zeit werde ich dann versuchen mich darauf zu konzentrieren und einfach mehr darüber nachzudenken.
Aber im Moment ist die Liebe eine *!:(&%$§!*`
Doch das ist sie auch… ach, sie kann so viel sein…

Hier noch etwas sehr schön Sympathisches… Info zum Hörtest: Selektives Hören bei Männern…Ja, ja, ja… ich kann es mir sehr bildlich vorstellen… ;-)

Guter Freund oder Beziehung?

28. Januar 2010

Jeder Mensch hat sein Päckchen Vergangenheit und Erfahrungen zu tragen, jeder von uns hat schon Niederlagen, Höhen, Tiefen und vor allem Enttäuschungen erlebt. Das alles prägt uns und wir reagieren in bestimmten Situationen, weil wir sie bereits ähnlich kennengelernt haben, immer auf dieselbe Weise, da wir es so gewohnt sind und uns in dieser Reaktion sicher fühlen.
Aber nehmen wir einmal die Erfahrungen in Beziehungen zu möglichen Partnern, sei es in Freundschaft oder Liebe:
Eine Freundin erzählte mir, daß ein junger Mann, den sie kennengelernt hatte, ihr vorgeworfen habe, sie würde zu viel von ihm verlangen. Er wolle keine Beziehung mit ihr, sondern erst einmal sehen, was so passiert. Und erst einmal wolle er sie nicht mehr sehen. – Vergiß ihn, hab ich ihr geraten! Menschen passen oder passen nicht. Wenn man auf irgendeine Weise zueinander findet und einen sogenannten “Draht” zueinander hat, dann paßt ja schon mal etwas. Doch dann stellt sich nach ein paar Mal treffen heraus, daß der zuvor so idealisierte Andere doch ganz anders ist. Die rosarote Brille geht verloren und man erkennt seine “Fehler”, manches stört so auffällig, daß man gleich das Weite suchen will; anderes glaubt man unterbewußt am anderen “manipulieren” zu können, so wie man es gerne hätte. Oder man schaut einfach weiter, läßt alles auf sich zukommen und läßt sich überraschen. So mache ich es immer. Oder man macht einen klaren Schnitt und sieht einfach weiter.
The XX auf YouTube

Ihr “junger Mann” hat sich einfach in den gemeinsam angedachten Urlaub verabschiedet und ist ohne sie gefahren. Sie war eigentlich nicht richtig verliebt gewesen und wollte einfach sehen, wohin dieses ganze “DING” sie führt, trotzdem machte dieser Abschied sie traurig, da sie ihn als Freund lieb gewonnen hatte. Und das war ihr in diesem Moment wichtiger als irgendeine feste Beziehung.
Wann entscheidet sich denn, ob ein Mann für eine Frau oder eine Frau für einen Mann oder eine Frau für eine Frau oder ein Mann für einen Mann, mehr als nur ein(e) Freund(in) ist?
Es geht also nicht nur mir so, daß man auf der Suche nach einem Menschen ist, mit dem man Gemeinsamkeiten teilen, eine Freundschaft haben will und wenn es der Zufall will, auch das Bett teilen möchte?
Warum ist danach dann meist Schluß?
Meist hängt doch irgendwie mehr daran, als nur der Sex. Mit den meisten Ex-möglichen-Beziehungs-Männern, meinte meine Freundin, verstehe sie sich noch immer sehr gut. Sie würden sich ab und zu noch sehen, gemeinsam etwas unternehmen. Aber eine so schöne Zeit, wie am Anfang, als Freundschaft oder Beziehung noch ungewiß waren, hätte sie danach nie wieder mit ihnen gehabt.


Hin und her gerissen!
Liebe oder Freundschaft? Diese Frage stellt sich, glaube ich, jeder mindestens einmal im Leben… Manchmal scheint dieser Mann einfach ein wertvoller Freund zu sein. Er teilt mit einem die schönsten und auch traurigsten Momente. Oft hört er stundenlang zu und steht mit Rat und Tat zur Seite. Es gibt aber auch Zeiten, in denen man ihn besonders anziehend findet und auf alle Frauen eifersüchtig ist, die sich ihm nähern. Wie findet man heraus, ob es nur ein Freund oder die Möglichkeit zu einer Beziehung gegeben ist?
Ich glaube, das beantwortet die Zeit.
Mit der Zeit verliebt man sich in ihn oder verliebt sich in jemand anderen oder der andere verliebt sich in jemand anderen, oder…
Man muß sich nur einfach Zeit nehmen, auf sein Innerstes hören und das tun, was Spaß macht.
Das Schicksal ist eine Hure…
Aber dumm rumsitzen und nichts zu tun ist auch nicht besser. Dann lieber alles tun, was Lust und Laune macht und sich ins Nachtleben stürzen. Und selbst manche Kleinstädte haben schöne Discos zu bieten… Also, nur zu! Lernt einfach neue Leute kennen, während ihr “wartet” – Die nächste Chance auf das berühmte Liebesglücksspiel kommt garantiert!

Das Singleleben ist gefährlich…

27. Januar 2010

Darf man Studien Glauben schenken, dann leben Singles gefährlicher, als Menschen in einer Partnerschaft.
Singles erkranken schneller und öfter an diversen Krankheiten und laut edarling.de kommt eine Gruppe dänischer Wissenschaftler, die eine Analyse der Lebensumstände von Personen im Alter zwischen 30 und 69 Jahren durchführte, die an einem plötzlichen Herztod verstarben, zum Schluß, daß Alleinstehende öfter krank werden als Menschen in Beziehungen. Die Umarmung eines Anderen fehle.
Fast jeder erinnert sich doch gerne an die Tage der Kindheit zurück, als Mama oder Papa für einen da waren, wenn man krank war. Sie saßen am Bett und haben Tee und Suppe gemacht und wenn man weinte, dann haben sie uns getröstet und umarmt.


Im Alter führt das dann ein Partner fort und wer keinen hat, der braucht offenbar viel länger um gesund zu werden. Es heißt ja immer, daß fröhliche und glückliche Menschen weniger krank sind. Meist sind Beziehungen ja glücklich, wenn man nicht gerade streitet. Doch wenn man einen vertrauten Menschen um sich hat, wird man schneller wieder gesund. Wirklich erstaunlich ist, daß Singles öfter an Herz-Kreislauferkrankungen leiden – Einsamkeit macht wohl doch krank. Weitere Krankheiten sind Kopfschmerzen und Rückenschmerzen, Singles neigen eher zum Rauchen und zu Alkoholkonsum, suchen seltener einen Arzt auf und sterben eines plötzlichen Herztods – klingt alles nach einer dieser Studien, die Singlebörsen für ihre Werbung nutzen. Aber etwas ist doch dran: Psychologische und physische Unterstützung im Kampf gegen Krankheiten gab es früher von Mama, und Menschen brauchen das einfach, egal von wem. So sind wir halt. Jeder will doch geliebt werden. So ist das Leben…
Eure Nina

“Aber davor noch eins: es ist NUR für EINE NACHT. Verstanden?”

14. Januar 2010

In meinem Bekanntenkreis gibt es einige Männer, die diesen Satz schon des öfteren gehört haben. Bestimmt geht es vielen anderen auch so. Vor ein paar Tagen habe ich einen davon in einem Club in Berlin getroffen und er hat mir erzählt, daß ihm das seit einem Jahr so oft passiert ist, daß er langsam an der deutschen Frau zweifelt. Er kommt nämlich aus Frankreich. Als ich ihn fragte, ob ihm das dort noch nie vorgekommen ist, verneinte er und kam mit der Theorie auf, daß die deutschen Frauen seiner Meinung nach viel selbstbewußter sind als die französischen. Diese würden viel mehr Wert auf traditionelle Geschlechterrollenverteilung legen, als die deutschen. Dort würde eine Frau niemals diesen Satz sagen. Nie.
Mir kam diese Geschichte so bekannt vor, da ich nicht diesen, aber schon einmal so etwas ähnliches gesagt habe. Mir war irgendwann klar, daß ich mit diesem einen Mann nach einigem Hin und Her weder eine Beziehung, noch eine Affäre haben wollen würde. Ich war nicht mehr verknallt und schon gar nicht verliebt. Somit konnte ich ihn auch nicht bei mir übernachten lassen, womit ich sonst überhaupt kein Problem habe. Er berichtete mir dann genau dasselbe, wie der Bekannte von oben. Ihm sei es sein ganzes Leben schon passiert, daß Frauen immer wieder zu ihm meinten, “aber nicht, daß du dich in mich verliebst. Ich wollte das nur klarstellen. Nur für eine Nacht!” – Komisch.
Dabei hätte er bei sich entdeckt, daß er nur so zum Spaß mit jeder Frau, die er attraktiv und sexy fände und die ihm auch nicht abgeneigt sei, in die Kiste gehen könne. Wenn sie ihm aber dann ihre Liebe gestehe, könne er einen “Schalter umlegen” und würde sie wahrhaftig und richtig lieben.
Ich war platt. Wieso hat er mir das nochmal erzählt? Ach ja, er wollte unbedingt bei mir übernachten…
Freundinnen von mir meinten, “der spinnt doch”.
Auch wenn das alles so schräg klingt, irgendwas muß an dieser Geschichte doch dran sein, wieso ich ihn um keinen Preis bei mir übernachten lassen wollte.
Manche Männer strahlen einfach so ein komisches “Ich will dich mit Haut und Haaren – ganz!” aus und das macht, mir zumindest, Panik. Bei einem anderen dachte ich zum Beispiel bei jedem erneuten Treffen, daß er so sehr in mich verliebt sei, daß er mir gleich einen Heiratsantrag macht. Völlig irre!
Aber es muß was dran sein. Selbst die Frauenzeitschrift “Brigitte” berichtet in ihrer zweiten Ausgabe 2010 von einem Gespräch zwischen einem Therapeuten (Michael Mary) und einer “Bettina”:

Bettina – “Ich bin nicht schüchtern, ich lerne auch Männer kennen. Aber die, die mir gefallen, wollen mich nicht, die sind nach ein paar Wochen weg. Und die, denen ich gefalle, interessieren mich nicht.”

Sind wir so wählerisch?
Angebote gibt es viele, aber jeder hat seine hohen Ansprüche und will, daß alles jetzt und sofort klappt und passiert!
Wieso?
Wir machen uns ja auch selten noch die Mühe eine Mahlzeit aufwendig zu kochen, sondern essen mal so kurz und im Vorbeigehen irgendwas. Alles, was wir wollen, ist heutzutage schnell und fast überall zu erstehen.
Wieso dann auch nicht ein Partner bekommen, passend, auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten, jetzt, sofort, einfach so zum Mitnehmen?

Eine Stadt wie Berlin ist riesig, die Auswahl an Partnern ist groß. Und doch gibt es viele tausend Singles. In kleine Dörfern oder Kleinstädten hingegen finden sich Paare oft einfach so im übernächsten Haus, verlieben sich und verbringen den Rest ihres Lebens zusammen.
Komisch und verwirrend ist das allemal und keiner weiß so richtig eine Antwort.
Viele suchen den Partner ihres Lebens – viele verachten die dörfliche Liebe, die nicht viel erlebt und sich, mag man den Zynikern Glauben schenken, “einfach so zusammenfindet, da es keinen anderen gerade gibt”.

die starkte, selbstbewußte Frau von heute

die schöne, starkte, selbstbewußte Frau von heute


Vielleicht sollten wir unsere “Fast-Food”-Gewohnheiten in Sachen Liebe nochmal überdenken und Menschen oder möglichen Beziehungen einfach einmal mehr Zeit geben. Beobachten, sich annähern, neugierig bleiben und nicht sofort als “DER/DIE FALSCHE” abstempeln.
Ich sage nicht, daß Beziehungen auf dem Lande für ewig halten und der urbane Mensch zurück aufs Land soll um glücklich zu lieben.
Aber vielleicht könnte man sich einfach bei der nächsten Möglichkeit etwas mehr Zeit lassen und nicht alles sofort verwerfen, wenn nicht alles so passiert, wie in den eigenen Träumen.
Denn Träume sind eben Träume und sie sind leider nicht greifbar. In der Realität führt man nicht selbst Regie. Alles geschieht so, wie es eben geschehen soll.

Ich weiß es auch nicht besser und versuche einfach neugierig und fragend zu bleiben!

Eure
Nina

Das neue Technikzeitalter hat so seine Tücken

8. Januar 2010

Ich lerne des öfteren Menschen, meist Männer, persönlich kennen, aber nur ganz kurz und dank der neuen Medien, trifft man sich dann das zweite oder dritte Mal im Internet. Man chattet, skyped oder msned. Das ist nichts Ungewöhnliches in unserer Zeit, aber doch etwas bedenklich, wie mir scheint.
Würde man den anderen nämlich einfach anrufen, dann hörte man seine Stimme und könnte immer noch erfahren, in welcher Stimmung der andere gerade ist und wie er einen Satz genau meint, ironisch, direkt, sarkastisch. Doch aufgrund des Chattens kriegt man von den Emotionen des Gegenübers nicht viel mit, wenn man ihn/sie noch nicht gut kennt und nicht weiß, wie man bestimmte Sätze zu nehmen hat. Somit baut man sich einen Wunschpartner, an den die reale Person niemals heranreicht. Das hat Vor- und Nachteile. Ein Vorteil dabei ist, daß man sich selbst neu erfinden kann, denn der Gegenüber kann nur die Worte lesen, die du schreibst, nicht aber wie du dich dazu mit deinem Körper, deinem ganzen Wesen verhälst. Und man kann sich den Wunschpartner für die Dauer des Chats so gestalten, wie man will, man muß nur ein bißchen Phantasie aufbringen und kann die Sätze des Gegenübers so interpretieren, wie man lustig ist. Man kreiert sich sozusagen eine ganz eigene Person, die einen nicht verletzen kann, da sie in einen kleinen Kästchen eingesperrt ist und nur in Buchstaben erscheint, wenn man will. Sie steht also nicht plötzlich lästig vor der eigenen Haustür herum und hat Forderungen. Sie kennt dich und folglich auch deine Adresse einfach nicht. Puh!
Message in a bottle Police auf YouTube

Und hier sind auch schon die vielen Nachteile:
Du kannst ihn/sie nicht wirklich kennenlernen und er/sie wird nie real, wenn du es nicht zuläßt. Und um ehrlich zu sein, braucht es doch auch jemanden im Leben, der einmal widerspricht und einem nicht nur Honig um den Mund schmiert. Oft kommt es ja auch schon beim Chatten zu Unstimmigkeiten, weil man den Gegenüber einfach nicht sehen und hören kann und daher die geschriebenen Worte nicht individuell wahrnimmt. Dann liest man einfach einen Scherz als Ernst heraus und schon ist ein Streit vorprogrammiert. Übrigens, wenn er/sie plötzlich nicht mehr schreibt, dann ists sowieso vorbei.
Deshalb find ich es viel schöner, jemanden persönlich, ganz ohne jeden Schnickschnack kennenzulernen. Einfach so.
Dann weckt man in sich selbt nicht komische, unverhältnismäßige Hoffnungen und fällt am Ende in ein tiefes Loch, wenn der ausgemalte Traummann/die Traumfrau plötzlich bei jedem Satz durch die Nase schnaubt oder jede Aussage durch ein peinliches Lachen kommentiert, was Menschen in den Wahnsinn treiben kann.
Wenn das Internet auch noch so toll und innovativ ist, einen Menschen in all seiner Vielfalt und Eigenheiten einfangen und dokumentieren kann es Gott sei dank nicht.
Und sich auf einen Kaffe zu treffen ist doch eh viel schöner…
Mein Tipp: geht raus – habt Spaß und lernt neue Leute kennen! Genießt einfach euer Leben!

Eure
Nina

>neue Meldungen aus der Tagespresse

Lustige Tipps in Thema “Anmache”

7. Januar 2010

In diesem Artikel gibt es eine kleine Liste von Anmach-Accessoires, die ein Mann, wenn er denn auf Wildfang ist, unbedint dabei haben sollte. Ich finde es sehr witzig, daß immer noch versucht wird, unerklärliches mit handfesten Gegenständen greifbar zu machen. Auch wenn du dich als Mann noch so sehr mit deinem Feuerzeug auf rauchende Frauenjagd begibst, wenn es nicht funkt in diesm Moment, dann funkt es nicht. Aus.
Da hilft dann auch kein Anmachspruch aus der unten genannten Liste mehr. Das ist leider wirklich so. Studien haben ergeben, daß sich innerhalb ein paar Sekunden entscheidet, ob man einen anderen Menschen riechen kann oder nicht. Und falls man es erzwingen will, rennt man gegen verschlossene Türen.
Ist die Auserwählte aber einem zugeneigt, dann einfach freundlich, aufgeschlossen, “verführerisch” (was auch immer das bedeuten mag) hingehen und ansprechen.
Gut, das Feuerzeug kann hierfür natürlich ein bißchen nachhelfen, aber es ist nicht zwingend notwenig.
Denn:
“Ich würd dir jetzt gerne Feuer geben, aber ich bin Nichtrauer und hab leider kein Feuerzeug dabei. Rauchen ist sowieso ungesund…” klingt auch ganz süß. Ein bißchen hölzern – es kommt ja auch von mir, aber ich würde das einem charmant lächelnden Mann sofort abkaufen. Et voilà – schon ein Gesprächsthema, auf das Sie einsteigen kann. Das funktioniert bei Männer übrigens auch. Einfach trauen, Mädels! Er beißt schon nicht…

und hier die witzigen Tipps:

Feuer: Sie wühlt und wühlt im Prada-Täschchen, doch das Feuerzeug ist unauffindbar. Da sind Sie natürlich zur Stelle! Auch als Nichtraucher sollten Sie immer Feuer bei sich tragen, denn unverbindlicher, aufmerksamer, galanter und einfacher kommen Sie nicht ins Gespräch.

Stadtplan: Schon gut. Wir wissen, dass Sie während des Studiums nebenbei als Taxifahrer gearbeitet haben und die Stadt wie Ihre Westentasche kennen. Aber um eine andere Westentasche kennen zu lernen, ist ein Stadtplan mit dem dazu gehörigen ratlosen Gesicht gar nicht verkehrt. Denn so können Sie jede Lady um Rat fragen. Hilflose Passanten wirken wenig bedrohlich.

keine Panik - sei ganz du selbst, dann klappt's früher oder später!

keine Panik - sei ganz du selbst, dann klappt's früher oder später!

Anmach-Accessoires-Artikel (AAA) gefunden auf http://liebe.webmaster-verzeichnis.de/anmach-accessoires

und wer was zum Lachen oder Weinen möchte…

5. Januar 2010

Es gibt auch eine Liste mit den 8 dümmsten Anmachsprüchen. Aber sie sollte eher in umgekehrter Reihenfolge sein.
Den 4. Spruch hab ich auch schon mal gehört und es ist einer, wenn nicht DER schlimmste Spruch, den ich mir vorstellen kann :
“Und, wie fühlt es sich an, die Schönste im Raum zu sein?”

Da stellen sich mir alle Nackenhaare… Klar, daß das sehr persönlich ist und der Mann den ganzen Abend nur mich angesehen hat und nicht gerade erst den Raum betreten hat um sich ein Opfer auszusuchen. Bei diesem Spruch kommt sich doch jede Frau wie ein Wurstring beim Metzger vor, der gerade von einem Kunden ausgesucht, verpackt und gleich mit nach Hause in den Kühlschrank wandert. Eww.
Auch wenn der Mann noch so wundervoll aussehen mag, mit diesem Spruch hat er es sich gehörig verbaut von der Frau jemals als erwachsener Mann mit einem Gehirn größer als das eines Hamsters betrachtet zu werden.
Und ja, Stromberg hat diesen ersten Spruch gesagt. Das ist wirklich typisch Stromberg.
Aber wer will schon wie Stromberg sein?
Na also. Beim nächsten Mal, wenn ihr eine wunderbare Frau seht, liebe Männer, dann seid konkret. Bezieht euch auf das, was sie macht. Dann könnt ihr nichts falsch machen. Seid ihr selbst und laßt euch nicht den Boden unter den Füßen wegziehen. Betrachtet euch die Frau und schaut was sie macht. Und dann geht alles von selbst. Kommt langsam ins Gespräch und vielleicht ist sie dann nicht mehr so toll, wie ihr dachtet und wenn ja, dann “ran an den Speck” (also nur wörtlich, nicht gleich machen!).
Ich wünsch euch viel Spaß auf der langen Odysee der Partnersuche!

Eure
Nina